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Trotz Euro-Krise gibt es weltweit mehr Millionäre als je zuvor – ihr Vermögen wuchs schneller als die Weltwirtschaft. Deutschland zählt zu den vier Ländern, in denen die meisten Millionäre leben.

Die Zahl der in Deutschland lebenden Reichen ist 2015 um 5,1 Prozent gestiegen. Zu den insgesamt 1.198.700 in Deutschland lebenden Millionären gehören nicht nur Lottomillionäre, adelige Erben, sondern auch Unternehmer aus Industrie und Handel, Medien- und Softwareproduktion und einige wenige Börsenspekulanten. Deutschland reiht sich in die vier Länder mit den meisten Millionären ein – dazu gehören auch die USA, China und Japan. Das bestätigt der „World Wealth Report 2016“, in dem seit 20 Jahren jährlich umfangreiche statistische Dateien ausgewertet werden.

Als Millionär gilt jemand, der ein Vermögen von mindestens einer Million Euro/ Dollar für Investitionen zur Verfügung hat. Die selbst genutzten Immobilien werden dabei nicht mitgerechnet. In der Studie von „World Wealth“ heißt es weiter: Es leben weltweit etwa 15,4 Millionen Millionäre, deren Vermögen 2015 vergleichsweise zum letzten Jahr um vier Prozent auf 58,7 Billionen Dollar gewachsen ist. Die Vermögen der Wohlhabenden und Reichen haben sich – trotz Wirtschaftskrise – seit 1996 weltweit vervierfacht. Als einen der wichtigsten Gründe für diese schnelle überdurchschnittliche Entwicklung von Millionärszahlen besonders in Deutschland, gilt der überproportionale Anstieg der Immobilienpreise. Deshalb konnten Millionäre, die in diesem Bereich investiert hatten, davon auch profitieren.

Es gab offenbar eine Verschiebung in Hinsicht der regionalen Millionäre auf der Welt: Der asiatische Kontinent hat mittlerweile Nordamerika überholt – nicht bei der Zahl der Millionäre, sondern auch beim Geld-Volumen. In der Asien-Region gab es 2015 noch rund 5,1 Millionen Millionäre, die über ein gesamtes Vermögen von 17,4 Billionen Dollar verfügen konnten. in Nordamerika besaßen die 4,8 Millionen Millionäre eine Vermögenssumme von rund 16,6 Billionen Dollar.

Unglaublich starke Zuwächse gab es in China und in Japan. China verzeichnet ein Millionärs-Plus von 16 Prozent (auf 1,03 Millionen) und Japan ein Plus von 11 Prozent (auf 2,7 Millionen). In den USA und in Kanada sind die Zahlen leicht rückläufig. USA hat ein Plus von 2 Prozent (auf 4,5 Millionen), während es in Kanada sogar ein leichtes Minus gibt: 3 Prozent (auf 321.000).

In Lateinamerika ist es so, dass die Krise sich vor allem in Brasilien bemerkbar macht. Hier gab es weniger Millionäre, die Zahl der Millionäre ging um 2,2 Prozent zurück, ebenso in Afrika: Um 1,8 Prozent. Russland verlor sogar rund 3.000 Millionäre, die Zahl sank auf 152.000, Brasilien musste auf 12.000 Millionäre verzichten, es sind noch149.000. In Spanien gab es ein Plus von 9 Prozent und in Frankreich ebenfalls ein Plus von 6 Prozent. Insgesamt ist in diesen Ländern zwar prozentual die Zahl der Millionäre mehr gestiegen als in Deutschland, trotzdem sind es dort aber deutlich weniger als hierzulande.